Editorial

      Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die hoffentlich etwas ruhigeren Sommertage wollen wir nutzen, um Sie in unserem Juli-Newsletter über folgende Themen zu informieren:

Für die PerMediCON (30.11. und 01.12. in Köln) läuft aktuell der Call for Projects, im Rahmen dessen innovative, anwendungsorientierte Projekte der personalisierten Medizin gesucht werden. NRW-Akteure, die an der Industrieausstellung teilnehmen möchten, verweisen wir gerne auf den Gemeinschaftsstand, den der Cluster InnovativeMedizin.NRW plant.

Auch die 7. NRW Nano-Konferenz wirft ihre Schatten voraus: Der inzwischen abgeschlossene Call for Presentations and Posters verlief äußerst positiv und verspricht ein spannendes Szenetreffen am 07.+08. Dezember in Münster.

Darüber hinaus stellen wir Ihnen zwei Förderbekanntmachungen des Bundes in den medizinischen Trends Digitalisierung und Lebenslauforientierung vor: Der erste Call zielt auf medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung, der zweite unterstützt Forschungsverbünde zur Gesundheit in der Arbeitswelt.

In der Rubrik Netzwerk erfahren Sie Details zur Neuauflage des Guide to German MedTech Companies sowie Ergebnisse unseres Cluster-Workshops zur Patientenorientierung im medizinischen Innovationsprozess.

Weitere Informationen zu Nachrichten, Veranstaltungen und Förderaufrufen erhalten Sie zudem fortlaufend auf unserer Website (www.innovative-medizin-nrw.de).

Eine anregende Lektüre wünscht
Ihr Clustermanagement InnovativeMedizin.NRW
Termine

PerMediCon: Call for Projects

      Am 30. November und 01. Dezember 2016 findet in Köln wieder die internationale Kongressmesse für Personalisierte Medizin statt. Die PerMediCon verknüpft drei Begegnungsformate: einen Fachkongress, die Industrieausstellung und den Call for Projects. Der Cluster InnnovativeMedizin.NRW plant die Organisation eines Gemeinschaftsstandes – interessierte Unternehmen/Institutionen können sich gerne ab sofort an das Clustermanagement wenden.

Aktuell läuft der Call for Projects für den PerMediCon-Award: Gesucht werden innovative und anwendungsorientierte Projekte im Kontext der personalisierten Medizin, die eine schlüssige, lückenlose Darstellung der „Patient Journey“ anhand von Best-Practice-Beispielen liefern.

Zielgruppe sind Forschungseinrichtungen und Unternehmen (Start-ups, KMUs, Großunternehmen). Die Bewertung und Auswahl der eingereichten Beiträge erfolgt durch eine Fachjury, bestehend aus delegierten Mitgliedern des Programmbeirates der PerMediCon.

Die drei Projekte mit der höchsten Jurybewertung präsentieren sich am zweiten Veranstaltungstag in einem 5-minütigen Powerpoint-Vortrag im Kongressprogramm.

Es werden Geldpreise über 1.500 Euro, 1.000 Euro und 500 Euro verliehen, dem Bestplatzierten wird der PerMediCon-Award 2016 überreicht.

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7. NRW Nano-Konferenz

      Vom 7. bis 8. Dezember 2016 geht die NRW Nano-Konferenz in Münster in die siebte Runde: Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sind herzlich eingeladen, in einen bereichernden interdisziplinären Dialog über Chancen, Risiken und Potenziale der Nanotechnologie zu treten.

Die im 2-Jahres-Turnus stattfindende Konferenz bietet zwei Tage lang Fachvorträge hochkarätiger Referenten aus Unternehmen und Forschungsinstituten zu aktuellen Trends der Nanotechnologie. Auf der Begleitausstellung und der Posterausstellung stellen zudem Branchenexperten ihre neuesten Technologieentwicklungen und Produkte vor. Erwartet werden rund 600 internationale Expertinnen und Experten.

Die Calls zur 7. NRW Nano-Konferenz sind geschlossen und neben der hohen Anzahl von fast 150 Einreichungen ist es vor allem die Qualität der Beiträge, die ein äußerst positives Resümee zulässt: Die Konferenz im Dezember wird ein inhaltlich extrem interessantes und hochwertiges Szenetreffen. Werden Sie aktiv und nutzen Sie die Konferenz, um Ihr Unternehmen oder Institut auf der Ausstellung dem Fachpublikum zu präsentieren - oder positionieren Sie sich werbewirksam als Sponsor der 7. NRW Nano-Konferenz!

Für Besucher ist die Teilnahme an der Konferenz kostenlos!

Veranstaltet wird die NRW Nano-Konferenz vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Cluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW und der Wirtschaftsförderung Münster. Der Cluster InnovativeMedizin.NRW unterstützt die Konferenz als Medienpartner.


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Rückblick

Polymere in den Lebenswissenschaften: Erfolgreiche Informationsveranstaltung der Cluster NMWP.NRW und InnovativeMedizin.NRW

      Am 01. Juni 2016 fand die gemeinsame Informationsveranstaltung der Cluster InnovativeMedizin.NRW und NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW zur Förderbekanntmachung „Materialinnovationen für gesundes Leben: ProMatLeben – Polymere“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) statt.

Rund 40 Interessierte aus Wissenschaft, Forschung und Industrie nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über Chancen und Potenziale des Calls beraten zu lassen. Die Teilnehmenden folgten den Ausführungen von Dr. Marc Awenius, der als Repräsentant des Projektträgers VDI Technologiezentrum GmbH die Kernpunkte der Förderbekanntmachung kenntnisreich erläuterte und die Fragen des Auditoriums beantwortete.

Im Anschluss stellten einige Akteure ihre konkreten Projektvorhaben im Rahmen von Einzelberatungen vor.. Für die übrigen Gäste gab es die Gelegenheit, sich bei einem Frühstücksbuffet auszutauschen und Kooperationsgespräche zu führen.

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News

Neue App zur besseren Verlaufskontrolle bei Leukämie

      Ein internationales Konsortium unter Führung der Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG), die an der Uniklinik Köln angesiedelt ist, hat ein neues Tool entwickelt, das es künftig Ärzten ermöglicht, das Risiko ihrer Leukämie-Patienten genauer einzuschätzen als bisher. Eine Besonderheit: Die Ärzte können diesen Index einfach online oder per App auf dem Mobiltelefon berechnen. Das Projekt wurde exklusiv von der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung gefördert.

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste Form der Leukämie bei Erwachsenen. Der rasante Fortschritt im Bereich der Genanalytik hat in den letzten Jahren zu wichtigen Erkenntnisfortschritten bei der CLL geführt. Dies ist bei der CLL besonders wichtig, da der Verlauf von CLL-Patienten extrem große Unterschiede aufweist: Die Krankheit kann sich als beinahe harmlose, die Lebenszeit nicht verkürzende Veränderung der Laborwerte äußern, aber auch als sehr aggressive, unmittelbar lebensbedrohliche Leukämie. Eine präzise, individuelle Risikoabschätzung ist daher für die Patienten mit CLL von größter Bedeutung. Dem internationalen Konsortium ist es gelungen, mit dem „CLL International Prognostic Index“ (CLL-IPI) ein modernes Werkzeug zu entwickeln, das die Prognose von CLL-Patienten viel genauer vorhersagt als bisher möglich.

(Quelle: Uniklinik Köln)


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Deutsche Bahn Medibus: Praxis auf vier Rädern

      Die Deutsche Bahn entwickelt eine Praxis auf vier Rädern, die Ärzte für die allgemeine und teilweise auch für die fachärztliche Behandlung von Patienten auf dem Land nutzen können. Zunächst soll der Bus in Hessen eingesetzt werden. Den Prototypen stellte das Unternehmen in Berlin vor.

Die Deutsche Bahn AG will als Dienstleister in die Gesundheitswirtschaft einsteigen – mit einer rollenden Praxis. Damit will das Unternehmen die Ärzte zu den Patienten bringen. Die Mediziner könnten so auf eine feste Praxis auf dem Land verzichten und gleichzeitig mehr Patienten in einer Region behandeln. Die wesentliche Zielgruppe sind Allgemeinmediziner. In Hessen soll der Bus erstmalig auf dem Land eingesetzt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen hat ernsthaftes Interesse bekundet – und plant derzeit dessen Einsatz. Allerdings stehen die Regionen und die Fahrpläne noch nicht fest.

(Quelle: Medizintechnologie.de)


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Förderung

Förderung von Projekten zum Thema medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung

      Ziel der Fördermaßnahme ist es, in Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Anwendern erfolgversprechende Produkt-, Prozess- oder Dienstleistungsinnovationen für eine digitale Gesundheitsversorgung zu initiieren, die die Patientenversorgung und die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems gleichermaßen verbessern.

Unterstützt wird eine patientenorientierte, anwendungsnahe und am Bedarf ausgerichtete Forschung, die die Herausforderungen des Gesundheitssystems aufgreift, relevante Akteure vernetzt und eine langfristige Entwicklung der Medizintechnik als Schlüsselbranche für eine integrierte Versorgung ermöglicht. Damit soll der im Nationalen Strategieprozess geforderten stärkeren Vernetzung der Medizintechnikbranche mit der IT-Wirtschaft gezielt Vorschub geleistet werden, um den Standort Deutschland weiter zu stärken.

Gegenstand der Förderung sind vorrangig industriegeführte, risikoreiche und vorwettbewerbliche FuE-Vorhaben in Form von Verbundprojekten, in denen die Erarbeitung von neuen, marktfähigen medizintechnischen Lösungen angestrebt wird.

Die Fördermaßnahme zielt auf medizintechnische Lösungen ab, die durch eine stärkere Digitalisierung der Prozesse einen signifikanten Mehrwert innerhalb der Versorgungskette Diagnose – Therapie – Nachsorge/Rehabilitation erbringen.

Einreichungsfrist ist der 15. September 2016.

(Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung)


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Förderung von Forschungsverbünden zur Gesundheit in der Arbeitswelt

      Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Förderinitiative „Gesund – ein Leben lang“ gestartet. Aufbauend auf den Besonderheiten und Entwicklungen bei Kindern und Jugendlichen, im Alter, bei arbeitenden Menschen und bei Männern und Frauen sollen neue und wirkungsvolle Konzepte zur Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung entwickelt werden.

Ziel dieser Förderrichtlinie ist, einen wichtigen Beitrag für eine gesundheitsförderliche Arbeitswelt zu leisten. Hierzu sollen Konzepte entwickelt und erprobt werden, die psychische Belastungen im Arbeitsleben reduzieren und individuelle Bewältigungsressourcen steigern. Die Konzepte sollen insbesondere die Herausforderungen der Digitalisierung der Arbeitswelt berücksichtigen. Darüber hinaus sollen kultursensible Konzepte der betrieblichen Gesundheitsförderung und Konzepte für betriebliches Gesundheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) entwickelt und erprobt werden.

Gefördert werden transdisziplinäre Forschungsverbünde, die bestehende Kompetenzen in den Bereichen der betrieblichen Gesundheitsförderung und der Arbeitsmedizin und/oder Arbeitsepidemiologie bündeln. Maßgebliches Ziel der Verbünde ist es, Fragestellungen zu bearbeiten, die einen hohen Wert für die praktische Gesundheitsförderung in Betrieben haben und die sinnvoll nur in Kooperation zwischen Hochschulen und Betrieben bearbeitet werden können.

Einreichungsfrist ist der 22. September 2016.

(Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung)


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Netzwerk

Neuauflage des Guides to German Medtech Companies: Cluster bietet Sonderkonditionen für Netzwerkpartner

      Nach dem großen Erfolg der ersten Edition wird pünktlich zur Arab Health 2017 die neue Auflage des „Guide to German Medtech Companies“ nach dem bewährten Prinzip erscheinen. Auch dieses Mal ist der Cluster InnovativeMedizin.NRW wieder Kooperationspartner und kann interessierten Firmen Sonderkonditionen anbieten.

Der Guide bietet die Möglichkeit, sich mit einem aussagekräftigen Firmenprofil global zu positionieren und gezielt die Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen zu erhöhen.

Erscheinungstermin ist der 30. Januar 2017.

Der Standardpreis für ein 2-seitiges Firmenprofil beträgt 1.860 EUR zzgl. MwSt. (inkl. sämtlicher Layout-Arbeiten und 100 Belegexemplaren). Mitgliedsunternehmen der Kooperationspartner erhalten 20% Rabatt auf den Teilnahmepreis.

Der Guide to German MedTech Companies wird in einer Auflage von mind. 10.000 Buchexemplaren ganzjährig auf internationalen Kongressen und Messen der BIOCOM-Mediapartner vertrieben sowie über Germany Trade & Invest auf vielen weiteren Messen, Kongressen und Roadshows verteilt. Auch über den Buchhandel sowie online als mobile App zum Download wird der Guide angeboten.

Ihre Ansprechpartner bei der BIOCOM AG sind:
Marco Fegers, Tel. +49 (0) 30 264921-56, m.fegers@biocom.de
Andreas Macht, Tel. +49 (0) 30 264921-54, a.macht@biocom.de


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Cluster InnovativeMedizin.NRW initiierte Workshop zur Patientenorientierung

Ein wesentlicher Baustein der Clusterarbeit liegt in der Bearbeitung von Themen, die für die Förderung und Implementierung von medizinischen Innovationen in den Versorgungskontext hochrelevant sind. Anfang Juli lud der Cluster Expertinnen und Experten aus den Bereichen Versorgungsforschung, Patientenvereinigungen, Patientenberatung, Industrie und Krankenkassen zum Workshop „Patientenorientierung im medizinischen Innovationsprozess“ ein.

Ziel war es, Ansatzpunkte zu identifizieren, wie relevante Interessensvertretungen frühzeitig in Projektentwicklungen einbezogen werden können. Speziell ging es darum, ein gegenseitiges Verständnis der Arbeitsweisen zu erlangen und Strukturen in NRW zu beleuchten. Bedarfslücken sollten erfasst und Herangehensweisen entwickelt werden, um eine effektive Einbeziehung von Patienten- und Anwenderinteressen in Projektentwicklungen zu ermöglichen.

Fazit: Die Beteiligung der Patientinnen und Patienten am medizinischen Innovationsprozess kann langfristig zu einer Verbesserung und Entlastung unseres Gesundheitssystems führen, die Überwindung der bestehenden Hürden für diesen Prozess ist allerdings sehr komplex und langwierig. Insbesondere eine Anpassung der Rahmenbedingungen ist notwendig. Der Cluster wird sich weiterhin aktiv dafür einsetzen, dem wichtigen Thema Patientenorientierung in der Öffentlichkeit Gewicht zu verschaffen und den Dialog zwischen den am Innovationsprozess beteiligten Akteuren zu intensivieren.

Dieser Newsletter wird herausgegeben vom Clustermanagement InnovativeMedizin.NRW | Merowingerplatz 1a | 40225 Düsseldorf | www.innovative-medizin-nrw.de