Häufigster Zusatznutzen bei Krebstherapien

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat eine Bilanz seiner bisherigen Arbeit vorgelegt. Demnach veröffentlichten die Wissenschaftler zum Jahreswechsel 2017/18 die Ergebnisse der 216. bis 220. frühen Nutzenbewertung. Die Auswertung aller bis Ende 2017 abgeschlossenen Dossier­bewertungen ergab demnach, dass die Onkologie weit vorn liegt, während andere Erkrankungen, die in der Bevölkerung weit verbreitet sind und große Belastungen mit sich bringen, kaum einmal in einem Dossier auftauchen.

Die neuen Wirkstoffe gegen Krebs weisen dem IQWiG zufolge auch die höchste Erfolgs­quote auf: Nur für etwa 40 Prozent ist ein Zusatznutzen nicht belegt oder der Nutzen sogar geringer als bei der Vergleichstherapie. Noch besser fiel laut Institut die Bilanz bei neuen Arzneimitteln gegen Hepatitis C aus. Umgekehrt zeigen die Daten nur bei 20 Prozent der Antidiabetika und sogar nur bei gut zehn Prozent der Wirkstoffe aus der Psychiatrie und Neurologie einen Zusatznutzen, so die Wissenschaftler.

(Quelle: © hil/sb/aerzteblatt.de)

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